eine Auswertung ob es an den Wochenenden wärmer feuchter usw. ist könnt Ihr mit den von einer Wetterstation ermittelnden nicht vornehmen.
Grund:
Die Daten die Ihr aufzeichnet sind sogenannte Rohdaten, um eine Aussage über irgendwelche Einflüsse der Umwelt auf irgendwelche Werte zu treffen, müsst Ihr die Rohdaten korrigieren, sonst macht das keinen Sinn.
Bedenkt mal welche Faktoren sich nur auf die Erwärmung bzw. Abkühlung auswirken.
Wenn Ihr alle Faktoren berücksichtigt und eure Rohdaten dementsprechend korrigiert, dann lässt sich diesbezüglich auch ein Trend erkennen.
Mit einer einfachen Durchschnittsberechnung geht das auf keinen Fall.
In einer der letzten Ausgaben der Zeitschrift P.M. Fragen & Antworten ist folgendes zu diesem Thema geschrieben worden.
Die ganze Arbeitswoche eitel Sonnenschein - und wenn man am Wochenende endlich Zeit für einen Ausflug hat, regnet es. Das ist kein Zufall, fanden Meteorologen der Uni Karlsruhe heraus.
Sie analysierten 6,3 Millionen Messwerte, registriert zwischen 1991 und 2005 von zwölf Wetterstationen aus ganz Deutschland. Alle wiesen die gleichen Temperatur- und Niederschlagskurven auf: Der Samstag ist der kälteste Tag der Woche, Mittwoch der wärmste (durchschnittlich mehr als 0,2 Grad wärmer als der Samstag). Samstags gibt es 10,3 Millimeter mehr Regen als am trockensten Tag der Woche, dem Montag. Die meiste Sonne hat der Dienstag zu bieten. Und: Jedem Wochenende fehlt im Durchschnitt fast eine Viertelstunde Sonnenschein. Weil die Natur keinen Sieben-Tage-Rhythmus kennt, kommt nur der Mensch als Ursache für diese Zyklen in frage. "Alles deutet darauf hin, dass vom Menschen erzeugte kleinste Teilchen (Aerosole), zum Beispiel Ruß- oder Schwefelpartikel, verantwortlich sind für das Phänomen", sagt Bernhard Vogel, einer der Forscher. "Sie streuen und absorbieren Sonnenlicht und greifen als Kondensationskeime in die Bildung von Wolken und Regen ein."
Diese Partikel und ihre gasförmigen Vorläufersubstanzen werden verstärkt an Wochentagen von Verkehr und Industrie ausgestoßen, sammeln sich immer weiter an, bis auf dem "Höchststand" der Regen fällt.
Samstags und insbesondere Sonntags gehen die Emissionen deutlich zurück, der gute Effekt fürs Wetter macht sich ein, zwei Tage später bemerkbar - aber dann ist das Wochenende schon vorbei.
Für Regen kann ich es nicht bestätigen, dafür regnet es einfach zu häufig, um eine "Bauchstatistik" objektiv richtig erscheinen zu lassen. Aber für die hier in der Region seltenen Schneefälle stimmt es auf jeden Fall. Über etliche Jahre ist mir aufgefallen, daß es am häufigsten freitags ab der Mittagszeit schneit.